FAQ – Häufige Fragen zu Team und Mitmachen:

Gibt es bei Ihnen freie Arbeitsplätze für eine Anstellung in Voll- oder Teilzeit?
Derzeit nicht. Unser gesamtes Team besteht aus freien saisonalen Mitarbeitern / Selbständigen. Als freier Mitarbeiter bestehen – zunächst saisonal im Sommer – Möglichkeiten (siehe Opens internal link in current windowTourbetreuer). Darüber hinaus besteht eventuell die Möglichkeit, ins permanente Team mit einzusteigen, Voraussetzung hierfür ist jedoch zumindest, schon als saisonaler freier Mitarbeiter dabei gewesen zu sein.

Ich habe so Lust, mitzumachen, erfülle aber wohl nicht alle Voraussetzungen. Kann ich trotzdem mitmachen und nur bestimmte Aufgaben übernehmen ?
Grundsätzlich brauchen wir für das Saisonteam Leute, die für die meisten anfallenden Aufgaben und vor allem als Tourenbetreuer einsetzbar sind. Kandidaten, bei denen von Vornherein starke Einschränkungen bestehen (Zeit, Fitness, Alter, Erfahrung, Sprachen, etc.) haben insofern im regulären Saisonteam schlechte Chancen. Auch jemand, der letztlich eher Logistik/Organisation macht, sollte wissen, wie es draußen auf den Touren zugeht und folglich zumindest zwischendurch auch als Tourenbetreuer im Einsatz sein (wofür dann wiederum die entsprechenden Anforderungen erfüllt werden müssen).
Eine Möglichkeit kann im Einzelfall eine Sonderabsprache sein ( Opens internal link in current windowPraktikum, Assistenz, sonstiges Projekt) - in der Regel angesichts von Einschränkungen bei der Einsetzbarkeit auf beiderseits unbezahlter Basis.

Ich möchte lieber im Winterhalbjahr oder im Sommer auf Schiffen dabei sein, nicht für sommerliche Wandertouren.
Gelegentlich haben wir auch in anderen Jahreszeiten als dem Sommer Bedarf an Mitstreitern, bzw. im Sommer teilweise auf Schiffen. Für beides setzen wir aber normalerweise erhebliche vorherige praktische Arktiserfahrung voraus, sodaß solche Einnsätze vorzugsweise an Leute geben, die sich schon im Sommer als Wandertourenbetreuer bewährt haben. Gerade auf Schiffen sind wir bekannt dafür, daß von uns dort eingesetzte Mitarbeiter neben angelesenem Wissen auch über gute praktische Arktiserfahrung verfügen und dann mit den Gästen auch für die Betreuung von Geländeexkursionen fit sind. Theoretische Jungakademiker gibt es genug.

Günstiges Alter und Zeitpunkt zum Mitmachen ?
Normalerweise mindestens 22, jüngere nur in Ausnahmefällen bei schon entsprechend früh erworbener umfangreicher Touren- und Sozialkompetenz. Die meisten "Neulinge" sind 22-27 Jahre alt, wir hatten aber auch schon vereinzelt überraschend gute Neuzugänge mit 18 oder 19 Jahren und ebenso teilweise deutlich Ältere, die zu uns stoßen. Oft kommt es weniger auf das Alter an, als auf die Person und die bereits gemachten Erfahrungen. Angesichts der vorzugsweise längeren Aufenthaltszeit bei uns beim ersten Einsatz kommen die meisten erstmalig zu uns in Umbruchphasen im Leben: Schule/Ausbildung, Ausbildung/Beruf, aber auch spätere Umbrüche im Leben (freiwillige oder erzwungene Auszeit oder Umorientierung im Arbeitsleben) wo sich leichter ein längeres Projekt einschieben läßt und gleichzeitig ein guter Zeitpunkt ist, ergänzend einmal etwas ganz Neues auszuprobieren.

Ich bin erst 18/19/20/21, halte mich aber für überdurchschnittlich reif und belastbar - kann ich mitmachen ?
Das Mindest-Richtalter von 22 wurde bewußt festgelegt - und ebenso die Möglichkeit gut begründeter Ausnahmen. Bei jüngeren Bewerbern reicht es nicht aus, wie diese sich selbst einschätzen (da hatten wir schon zu viele Fälle von Fehleinschätzungen), sondern hier spielt für uns primär das Vorhandensein von für das Alter ungewöhnlich großer Erfahrung in für uns relevanten Bereichen eine Rolle: Outdoor-Erfahrung, umfangreiche Erfahrung mit Leitung von Gruppen, soziales praktisches Engagement. Solche jungen Leute gibt es, und deshalb besteht die Möglichkeit von Ausnahmen. Ich erinnere mich z.B. an eine 19-jährige deutsche Bewerberin, die nach dem Abitur erst in Schottland und anschließend einen ganzen nordnorwegischen Winter auf einer Huskyfarm gearbeitet hatte und dort tagelang allein mit Gästegruppen per Hundeschlitten unterwegs war. Da ist eher zu vermuten, daß das dann auch bei uns gut klappt. Eine Saison mit uns stellt deutlich höhere Anforderungen, als eine spannende Abi-Fahrt.
Darüber hinaus stehen besonders junge Tourenbetreuer verständlicherweise oft auch unter besonders skeptischer Beobachtung der Reiseteilnehmer - auch da ist es gut, wenn entsprechende Lebenserfahrung den Rücken stärkt.
Da wir vermutlich auch in kommenden Jahren weiter Touren anbieten: vielleicht macht es Sinn, sich erst mal entsprechende Erfahrung anzueignen und sich dann zu bewerben ?
In bestimmten Fällen besteht auch die  Opens internal link in current windowMöglichkeit eines speziell abgesprochenen Projektes.

Ich bin zwar über 40, aber fit und wandererfahren und würde gern mitmachen.
Wir haben keine spezielle obere Altersgrenze. "Ältere" Bewerber sollten sich allerdings prüfen, ob sie sich auf ein Team mit vorwiegend erheblich jüngeren Kollegen mit entsprechend oft anderen aktuellen Lebensthemen, sowie auf den sehr einfachen Zelt-Lebensstil so intensiv einlassen wollen, wie das bei uns gegeben ist.
In bestimmten Fällen besteht auch die  Opens internal link in current windowMöglichkeit eines speziell abgesprochenen Projektes.

Ich bin seit Jahren viel allein in der Wildnis unterwegs und würde gern mal als Tourenbetreuer nach Spitzbergen kommen.
Tourenerfahrung ist ein wichtiger Aspekt bei uns - die andere Seite ist aber auch soziale praktische Kompetenz und Erfahrung. Tourenbetreuer bedeutet ganz wesentlich auch Spaß am Umgang mit Menschen, Fähigkeit zum Umgang mit schwierigen psychologischen Situationen, Geschick auch beim Vermitteln von Informationen ohne Schulmeisterei. Insofern ist Tourenbetreuer nichts für Einzelgänger, die eigentlich lieber allein oder nur mit guten Freunden unterwegs sind.

Spielt das Geschlecht eine Rolle ?
Bei uns geht es primär um Teamfähigkeit und um die mit den unterschiedlichen Aufgaben verbundenen Leistungsanforderungen. Da diese Frage häufiger von Frauen kommt: Mittlerweile stellen Frauen in manchen Jahren sogar die Mehrheit in unserem Team. Im Durchschnitt mögen Frauen zwar weniger Kraft haben, als Männer, aber zum einen erleben wir immer wieder einen raschen Fitnesszuwachs schon während der Einführungszeit durch die ständige Aktivität draußen in der Natur, von dem die Einzelnen selbst sehr überrascht sind, und zum anderen haben wir sowohl schon Männer gehabt, die sich vor der Anmeldung etwas selbstkritischer hätten sehen sollen, als auch Frauen, die sich eher unterschätzten und dann selbst von ihrer unglaubliche Fitness und Ausdauer überrascht waren - spätestens nach den ersten Wochen mit täglichem Geländeeinsatz. Letztendlich kommt es auf die einzelne Person an.

Erforderliche vorherige Erfahrung und Qualifikationen:
Wer Tourenbetreuer in der Wildnis sein will, sollte natürlich sportlich und beweglich sein, auch mit einem größeren Rucksack zurecht kommen, keine Probleme mit einem Leben unter einfachen Geländebedingungen über längere Zeit haben und - genauso wichtig - Freude am Umgang mit Menschen haben, sowie verantwortungsbewußt und teamfähig sein. Es ist jedoch nicht Voraussetzung, schon vorher in der Arktis Trekkingtouren gemacht oder eine Waffenbesitzkarte zu haben. Für Vertrautwerden mit dem örtlichen Gelände und Waffentraining mit unseren Waffen ist die Einführungszeit bei uns in Spitzbergen da. Neben sportlicher Aktivität begrüßen wir bisherige soziale Erfahrung und Engagement - z.B. als Leiter von Pfadfinder- oder sonstigen Jugend- oder Sportgruppen, o.ä., sowie sonstiges freiwilliges gemeinnütziges Engagement, Sprachkenntnisse, etc..
Der - teils längere - Einsatz draußen in der Wildnis erfordert nicht zuletzt auch ein ausreichendes Selbstvertrauen (jedoch keine Selbstüberschätzung). Hierfür ist es hilfreich, wenn Sie auch früher schon häufiger ungewohnte Herausforderungen bewältigt haben, über den Rahmen von Schule und Ausbildung hinaus.
Wer sämtliche Anforderungen - Zeit, Fitness, Ausrüstung, Sprachen, etc. - optimal erfüllt, kann tendenziell natürlich mehr und vielfältigere Einsätze bekommen, aber wir haben auch oft schon Lösungen für Mitarbeiter gefunden, bei denen es die eine oder andere Einschränkung gab - dann aber eventuell eben auch mit weniger Einsätzen. Andererseits gibt es da natürlich auch für uns Grenzen.
Vegetarier: möglich, wenn nicht ganz dogmatisch (nicht bei jedem Suppenpulver ist immer klar, ob da gar nichts tierisches drin ist) - und die Auswahl an Lebensmitteln  ist dann etwas geringer, da wir z.B. keine Soya-Ersatzprodukte für Fleisch im Sortiment haben. Veganer ist erheblich schwieriger. Vegetarier/Veganer sollten erwägen, evtl. eigene Ergänzungslebensmittel mitzubringen.
Dasselbe gilt für Leute mit Unverträglichkeiten.

Ich mache mir Sorgen, daß ich bestimmte Anforderungen nicht erfüllen werde (z.B. Schießen, schwerer Rucksack, Orientieren in weglosem Gelände).
Zweifel zu haben, ist grundsätzlich erst mal OK. Befremdlich wird es, wenn jemand Zweifel hat - und die Hände in den Schoß legt. Denn zumindest ein Stück weit läßt sich Vieles schon zuhause ausprobieren. Sorgen wegen Schießen ? Zumindest eine Möglichkeit zum Luftgewehrschießen läßt sich wohl von jedem irgendwie finden, oder gar Kontaktaufnahme mit jemandem im Schützenverein, einem Jäger oder Förster - um wenigstens schon mal zu sehen, daß das keine Hexenkunst ist. Unsicherheit hinsichtlich Belastbarkeit mit Rucksack ? Warum dann nicht an Wochenenden dessen Packen und Passen zum eigenen Rücken testen und die eigene Belastbarkeit herausfinden und steigern und durch entsprechende Querfeldeintouren z.B. im Mittelgebirge die Orientierung üben. Garantien, daß man am Ende alles kann, gibt es nicht. Aber wer nur zweifelt und nichts entsprechendes unternimmt, ist bei uns sicherlich falsch. Denn auch in Spitzbergen brauchen wir lösungsorientierte Teamkollegen. Wiederholtes und möglichst realistisches Üben verringert das Risiko von Überraschungen vor Ort und stärkt nicht nur die Fitness, sondern auch das Selbstbewußtsein.

Was ist, wenn ich als Neuling nicht schon zur regulären Einführungszeit im Juni da sein kann oder/und nicht die ganze Saison Zeit habe ?
Die gemeinsame Einführungszeit mitzumachen, ist sehr anzuraten. In Ausnahmefällen ist eventuell eine spätere Einführungszeit möglich, sozusagen "nebenbei" zu unserem Saisonbetrieb. Diese dauert dann in der Regel aber länger und oft stellen sich dann während des Sommers trotzdem störende Kenntnislücken bei Punkten heraus, die die anderen Neulinge in der regulären Einführungszeit abgearbeitet hatten.
Entsprechend kürzer ist außerdem nach einer späteren Einführungszeit die Zeit der Einsetzbarkeit. Dasselbe gilt für eine Verhinderung, in der späteren Saison mit dabei zu sein. Auch unsererseits sind wir primär an Neulingen interessiert, die möglichst früh nach der Einführungszeit und möglichst über die ganze Saison zur Verfügung stehen. Insbesondere können Neulinge, die nur für einen Teil der Saison dabei sind (soweit dies von uns überhaupt akzeptiert wird), nicht darauf bauen, daß sie deshalb in ihrer kürzeren verfügbaren Zeit bei der Vergabe von Einsätzen bevorzugt werden - dies wäre unfair gegenüber jenen, die die ganze Saison dabei sind.
Insofern ist Teilnahme an der Einführungszeit und dann eine volle Saison dabei sein die für alle Seiten eindeutig sinnvollere Lösung.

Lässt sich eine saisonale Mitarbeit mit anderen Jobs in Longyearbyen / Spitzbergen verbinden?
Diese Frage kommt vor allem von Studenten, die vorher oder hinterher einen Platz bei UNIS in Longyearbyen haben. Aus unserer Erfahrung funktioniert das nicht, unter anderem, weil sich die Arbeit bei uns gelegentlich kurzfristig ändert – und dann gibt es Konflikte mit den festen Zeiten eines weiteren Arbeitsverhältnisses oder auch Kursterminen bei UNIS. Außerdem wäre eine solche Doppeltätigkeit auch nicht unbedingt gut für die Atmosphäre in unserem Team, wenn eine(r) da wegen Doppelbelastung zwar als Mitschläfer da ist (oder noch nicht einmal das), für gemeinsame private Aktivitäten von Zusammensitzen bis Privattouren aber weitgehend ausfällt.

Kann eine Mitarbeit mit einer Diplomarbeit oder einem anderen Projekt zu einem Spitzbergenthema verbunden werden?
Durchaus, den Fall hatten wir schon mehrfach (Biologie, Geographie, Kunst), und angesichts unserer Arktisbegeisterung stoßen solche Projekte bei uns auf offene Ohren – allergings nur so lange, wie sich Mitarbeit und Projekt nicht allzu sehr "beißen".


Letzte Änderung: 18.01.2016