Ostgrönland - Landesinfo, Reisen

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Ostgrönland ist selbst für die Grönländer exotisch, da sich fast alle Siedlungen und der Großteil der Bevölkerung der größten Insel der Welt auf deren Westseite befinden.

Einfluß des kalten Ostgrönland Stromes
Ostgrönland ist hingegen ganz überwiegend menschenleere, hocharktische Wildnis. Hauptursache hierfür ist der kalte Ostgrönland Strom, der vor der Ostküste vom Nordpolarmeer her mit teils beachtlicher Strömungsgeschwindigkeit herabzieht und zum einen für ein selbst im Südosten noch recht kaltes Klima an Land (einschließlich davon bedingter teils starker Vereisung, auch der Fjorde) sorgt, und zum anderen eine Menge Eis mit sich trägt, das eine Annäherung an die Küste oft selbst mit eisgängigen Schiffen stark erschwert. Diese Eisverhältnisse in Ostgrönland variieren extrem von Jahr zu Jahr - und entsprechend auch die tatsächlichen Routen von Reiseprogrammen in diese abgelegenen Regionen.

Extreme Landschaft
Ostgrönland mag schwer zugänglich sein - aber für Freunde dramatischer Landschaften ist es eine der spektakulärsten Regionen der gesamten Arktis überhaupt. Eine Ahnung hiervon gibt schon die Landkarte: riesige Fjordsysteme schneiden tief ins Land hinein (darunter der Scoresbysund als weltgrößter Fjord überhaupt) und innerhalb weniger Dutzend Kilometer erheben sich dahinter die höchsten Berge Grönlands mit bis über 3600 m Höhe über dem Meer. Zusätzlich produzieren die vom riesigen grönländischen Inlandeis herabdrückenden Gletscher riesige Eisberge, die in den Fjorden und vor der Küste treiben oder stranden.

Minimal besiedelt
Ostgrönland verfügt über nur zwei relativ wichtige Ansiedlungen, und selbst diese sind klein:
Ammassalik (Tasilaq) ist mit knapp 4000 Einwohnern (einschl. vorgelagerter kleiner Orte und der Flugbasis Kulusuk) noch die größere und südlichere davon und profitiert insbesondere von der Nähe zu Island, sowie von einem ehemaligen Militärflughafen, der heute häufige Flugverbindungen mit Keflavik (bei Reykjavik auf Island) erlaubt, sodaß sich der meiste Flugtourismus nach Ostgrönland hier abspielt, ein großer Teil davon Tagesausflüge.
Ittoqqortoormiit (Scoresbysund) ist der nördlichere der beiden Orte, mit einer kleinen Flugpiste auf einer vorgelagerten Insel und lediglich ca. 540 Einwohnern, die neben Jagd, Fischfang und Verwaltung von einem sehr bescheidenen Landtourismus leben. Der Ort wurde erst in den 1920er Jahren von Dänemark gegründet, um den norwegischen Interessen an Nordostgrönland mehr entgegensetzen zu können.
Etwas nördlich von Ittoqqortoormiit beginnt der Nordostgrönland Nationalpark, in dem sich neben Relikten früherer Jägerbehausungen und Weltkriegs-Militärstützpunkten nur noch einige wenige aktive kleine Basen (Forschung, Sirius-Patroille, Exploration) befinden, die teils nur im Sommer, teils ganzjährig genutzt werden: Mestersvig, Daneborg, Danmarks Havn, Zackenberg und Station Nord gehören hierzu. Gerade in Nordgrönland wird im Bereich Peary Land seit einiger Zeit einiges an Rohstoffsuche (vor allem Metalle) betrieben, ohne daß hieraus bisher eine tatsächliche Förderung entstanden ist.

Verkehr:
Ostgrönland läßt sich an Land nur äußerst mühsam bereisen, Hauptverkehrsmittel sind hier eisgängige Schiffe, im Winter auch Hundeschlitten auf dem geschlossenen Meereis. Hinzu kommen teilweise kleine Flugzeuge oder Hubschrauber, deren Einsatzmöglichkeiten angesichts weniger Landeplätze und enormer Entfernungen mit den sich daraus ergebenden Problemen der Treibstoffversorgung jedoch begrenzt, bzw. sehr teuer sind. So werden Expeditionen im Peary Land teilweise von Longyearbyen in Spitzbergen als nächstem gut ausgestattetem Flughafen auf dem Luftweg versorgt.

Was macht Ostgrönland touristisch attraktiv ?
* Dramatische Berglandschaft, oft kombiniert mit spektakulären geologischen Formen und Färbungen
* Eis in allen Formen, insbesondere große Eisberge
* Eventuelle Sichtung seltener arktischer Tierarten, etwa Polarwolf, Schneefalke, sowie von großen Säugetieren (Moschusochse, Wale)
* Kontakt mit einer Inuitbevölkerung, die im Osten ihre kulturelle Identität aufgrund kürzerem Kontakt mit Europa besser bewahren konnte.

Wichtig: Für Expeditionen in das Inland und auch für den Nationalpark (der größte Teil von Ostgrönland) sind spezielle Genehmigungen erforderlich.

Praktische Probleme:
* Sehr schwierige Zugänglichkeit, vor allem wegen des Eises vor der Küste, bei gleichzeitig gewaltigen Entfernungen.
* Kaum nutzbare Infrastruktur an Land, da fast ausschließlich Wildnis.
Schiffe mit guter Eisklasse sind hier das realistische Fortbewegungsmittel für größere Strecken abseits der Orte. Selbst diese Schiffe können jedoch - von Jahr zu Jahr unterschiedlich - eventuell erheblich durch Eis behindert werden.

Angebotene Reiseformen:

* Expeditionskreuzfahrten auf kleinen eisgängigen Schiffen:

Entweder von Spitzbergen her und in Reykjavik endend, oder ab und bis Island. Die damit möglichen Routen variieren sehr von Jahr.

 

ANTARCTIC DREAM

ANTARCTIC DREAM: Nordwest Spitzbergen - Nordost Grönland und umgekehrt

Kombination von Spitzbergen und Nordost Grönland (bzw. umgekehrt).
Termine: ATD12, 13 Tage - 15. August (Longyearbyen) bis 27. August 2012 (Akureyri)
ATD13, 13 Tage - 27. August (Akureyri) bis 08. September (Longyearbyen)
Preise: ab € 5000
Route: 1-2 Tage in Spitzbergen bis in den westlichen Teil der Nordküste, dann Querung der Grönlandsee zum eisreichen Ostgrönland Strom und durch diesen an die einsame wilde Küste Nordostgrönlands mit ihren riesigen Fjordsystemen im Bereich Scoresbysund bis Kaiser-Franz-Josef-Fjord, Querung der Dänemarkstraße nach Island. Beim zweiten Termin umgekehrte Route.

Initiates file downloadDetailinformationen (PDF mit 3,5 MB, 25 Seiten: Arktisreisen ANTARCTIC DREAM, ORTELIUS, PLANCIUS)
Initiates file downloadSchiffsinformation ANTARCTIC DREAM (PDF-Dokument)

Ergänzendes Vor- bzw. Nachprogramm in Spitzbergen, auch individuell zugeschnittenes Angebot: Nehmen Sie > Kontakt mit uns auf (bitte Interessen beschreiben). Ein Vorschlag: > Die Gletscherbasis.

PLANCIUS

PLANCIUS: Nordwest Spitzbergen - Nordost Grönland

Kombination von Spitzbergen und Nordost Grönland (bzw. umgekehrt).
Termine: PLA13, 13 Tage - 26. August (Longyearbyen) bis 07. September 2012 (Akureyri)
Preise: ab € 4550
Zusatzangebote: Kajak (€ 250), Fotokurs mit Leica Akademie an Bord (€ 300).
Route: 1-2 Tage in Spitzbergen bis in den westlichen Teil der Nordküste, dann Querung der Grönlandsee zum eisreichen Ostgrönland Strom (gute Chancen auf Großwale) und durch diesen an die einsame wilde Küste Nordostgrönlands mit ihren riesigen Fjordsystemen im Bereich Scoresbysund bis Kaiser-Franz-Josef-Fjord, Querung der Dänemarkstraße nach Island. Beim zweiten Termin umgekehrte Route.

Initiates file downloadDetailinformationen (PDF mit 3,5 MB, 25 Seiten: Arktisreisen ANTARCTIC DREAM, ORTELIUS, PLANCIUS)
Initiates file downloadSchiffsinformation PLANCIUS (PDF-Dokument, ca. 1,5 MB)

Ergänzendes Vor- bzw. Nachprogramm in Spitzbergen, auch individuell zugeschnittenes Angebot: Nehmen Sie > Kontakt mit uns auf (bitte Interessen beschreiben). Ein Vorschlag: > Die Gletscherbasis.

ANTARCTIC DREAM

ANTARCTIC DREAM: Spitzbergen - Scoresbysund

Kombination von Spitzbergen und Nordost Grönland.
Termine: ATD14, 10 Tage - 08. September (Longyearbyen) - 17. September 2012 (Akureyri)
Preise: ab € 3550
Route: 1. Tag in Spitzbergen, dann Querung der Grönlandsee zum eisreichen Ostgrönland Strom (gute Chancen für große Wale) und durch diesen an die einsame wilde Küste Nordostgrönlands mit ihren riesigen Fjordsystemen im Bereich Antarcticahavn und vor allem Scoresbysund (größtes Fjordsystem der Arktis). Querung der Dänemarkstraße nach Island.

Initiates file downloadDetailinformationen (PDF mit 3,5 MB, 25 Seiten: Arktisreisen ANTARCTIC DREAM, ORTELIUS, PLANCIUS)
Initiates file downloadSchiffsinformation ANTARCTIC DREAM (PDF-Dokument)

Ergänzendes Vor- bzw. Nachprogramm in Spitzbergen, auch individuell zugeschnittenes Angebot: Nehmen Sie > Kontakt mit uns auf (bitte Interessen beschreiben). Ein Vorschlag: > Gletscherbasis.


Letzte Änderung: 15.10.2011