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Kurze Einführung Franz-Josef-Land: > hier klicken.
Reiseangebote 2012 Franz-Joseph-Land
Mindest-Teilnehmerzahlen: Bitte beachten Sie: bei den Reisen müssen in der Regel Mindestteilnehmerzahlen erreicht werden, andernfalls behalten sich die Veranstalter das Recht vor, die Reise abzusagen. Bis dahin geleistete Zahlungen von Kunden werden in der Regel (siehe Reisebedingungen des jeweiligen Veranstalters) bei einer Absage des Veranstalters vollständig rückerstattet.
Die Angebote sind nach erstem Abreisetermin sortiert, die Reihenfolge ist also keine Wertung oder Empfehlung.
Persönlicher Informationstag Franz-Joseph-Land und Spitzbergen:
Andreas Umbreit, Autor und Expeditionsleiter (u.a. Leitung von bisher 4 Expeditionskreuzfahrten nach Franz-Josef-Land), seit 26 Jahren in Spitzbergen arbeitend, lädt zu Informationstreffs zu den beiden arktischen Inselgruppen in kleinem Kreis zentral in Deutschland ein.
Termine: Nach Absprache, für mindestens 2 Teilnehmer, auch Wochenenden möglich.
Ort: Infobüro terra polaris in Thüringen.
Teilnahmepreis: entweder kostenlos für Reisende, die eine mindestens einwöchige Reise für 2012 bei terra polaris gebucht haben, oder EURO 150 pro Person bei noch nicht erfolgter Buchung, die auf eine spätere Buchung einer mindestens einwöchigen Reise im Jahr 2012 bei terra polaris voll angerechnet werden.
Vormerkung und nähere Infos auf Anfrage: info@terrapolaris.com
Vergleichende Orientierungshilfe für die Franz-Joseph-Land Angebote 2012 von Andreas Umbreit:
> detailliertes PDF-Dokument (Englisch) hier abrufen
Termin: 11 Tage - 18. Juli (ab Kirkenes via Murmansk) - 28. Juli 2012 (bis Kirkenes via Murmansk).
Preise: ab ca. 8900 € pro Person ab/bis Kirkenes, plus evtl. Treibstoffzuschlag.
Teilnehmer, Sprachen: International. Bordsprachen mindestens Deutsch und Englisch. Erforderliche Mindestteilnehmerzahl: 75. Maximal: 108 Teilnehmer.
Route, Art der Reise: Touristische Expeditionskreuzfahrt von Murmansk nach Franz-Joseph-Land und zurück auf dem russischen Eisbrecher KAPITAN DRANITSYN.
Schiff: Dieselelektrisch angetriebener Eisbrecher KAPITAN DRANITSYN, einer der 10 weltweit stärksten nichtnuklearen Eisbrecher. Zusätzlich an Bord: Zwei kleine Hubschrauber und mehrere Motorschlauchboote. Hubschrauber und der teure große Eisbrecher sind wesentliche Gründe für den hohen Reisepreis, sie können unter schwierigen Eisverhältnissen aber auch die Effizienz der Reise erhöhen - durch Eiserkundungsflüge und teilweisen Einsatz der Hubschraubers auch für Landungen, sowie eventuell für Sightseeing.
Veranstalter: Special Travel Club (Russland) und andere - buchbar über terra polaris
Buchung: Nehmen Sie > Kontakt mit terra polaris auf !
Nutzen Sie die Möglichkeit eines persönlichen Informationstags mit Franz-Josef-Land Kenner Andreas Umbreit - nach Vereinbarung.
Termin: 23 Tage - 22. Juli (Tromsö Bordgang) - 10. August 2012 (Longyearbyen).
März 2012: Programmänderung: die Route führt 2012 nicht mehr in die russische Arktis
Preise: ab 23690 USD bis 44930 USD pro Person in Doppelkabine/Suite ab/bis Oslo (entspricht bei Kurs 1 € = 1,35 US$: € 17548 bis € 33281), plus evtl Treibstoffzuschlag.
Teilnehmer, Sprachen: International. Bordsprachen Englisch. Erforderliche Mindestteilnehmerzahl: 75. Maximal: 148 Teilnehmer.
Route, Art der Reise: Expeditionskreuzfahrt in sämtliche Teile der westlichen Barentssee: Franz-Joseph-Land, Kanin-HI., Weißes Meer, Spitzbergen. In Franz-Josef-Land starker Schwerpunkt auf Tierbeobachtung, weniger auf Landungen.
Schiff: Bewährtes und komplett modernisiertes, komfortables Expeditionskreuzfahrtschiff mit Eisklasse 1A und Stabilisatoren, max. 148 Passagiere in 81 Außenkabinen (alle eigene Sanitäranlagen, Fenster). Zodiacs (ausreichend für alle Passagiere gleichzeitig) und Kajaks an Bord, Unterwasser-Videokameraübertragung. Bibliothek, Aussichtslounge, Bar, Schwimmbad, Fitnesscenter, Sauna, Internet-Cafe.
Veranstalter: Lindblad Expeditions mit National Geographic.
Buchung: Nehmen Sie > Kontakt mit terra polaris auf !
Termin: 24 Tage - 25. Juli (ab Tromsö) - 18. August 2012 (bis Tromsö)
Preise: € 14744 - € 30734 pro Person ab/bis Tromö in Zweibettkabine/Suite, plus evtl Treibstoffzuschlag.
Teilnehmer, Sprachen: Vorwiegend deutschsprachig. Maximal: 164 Teilnehmer.
Route, Art der Reise: Diese Reise umfaßt laut Plan den größten Teil der russischen Arktis-Inselwelt. Die BREMEN wäre das erste nicht-russische Expeditionskreuzfahrtschiff, das alle diese Inseln in einer Reise besucht. Vorbehalt: Routengenehmigung durch die russischen Behörden - 2011 wurde der NATIONAL GEOGRAPHIC EXPLORER für eine ähnliche, im Jahresprogramm ausgeschriebene Route der Besuch von Nowaja Semlja noch kurzfristig verweigert, da dorthin bisher nur Schiffe unter russischer Flagge zugelassen wurden.
Schiff: Die BREMEN ist mit der Einstufung "4 Sterne+" eines der weltweit komfortabelsten Expeditionskreuzfahrtschiffe mit mehr als 100 Passagieren und verfügt gleichzeitig über eine hohe Eisklasse (E4, entspricht UL (russisch) bzw. 1A+/1A Super) und ausreichend Zodiacs, um alle Passagiere gleichzeitig damit zu befördern. Stabilisatoren sorgen für wesentlich ruhigere Fahrt bei Seegang. Internet (kostenpflichtig) und e-mail (kostenlos) für alle Passagiere. Bibliothek, Aussichtslounge, Bar, Schwimmbad, Fitnesscenter, Sauna.
Veranstalter: HAPAG-LLOYD Kreuzfahrten.
Buchung: Nehmen Sie > Kontakt mit terra polaris auf !
Februar 2012: Reisetermin wegen zu geringer Nachfrage abgesagt
Termin: 13 Tage - 28. Juli (ab Kirkenes (Bus) via Murmansk (Bordgang)) - 09. August 2012 (bis Murmansk, von dort Bus nach Kirkenes).
Preise: ab ca. 11400 € pro Person ab/bis Kirkenes, plus evtl. Treibstoffzuschlag.
Teilnehmer, Sprachen: International. Bordsprachen mindestens Deutsch und Englisch. Erforderliche Mindestteilnehmerzahl: 75. Maximal: 108 Teilnehmer.
Route, Art der Reise: Touristische Expeditionskreuzfahrt von Murmansk nach Franz-Joseph-Land, Nowaja Semlja und zurück auf dem russischen Eisbrecher KAPITAN DRANITSYN.
Schiff: Dieselelektrisch angetriebener Eisbrecher KAPITAN DRANITSYN, einer der 10 weltweit stärksten nichtnuklearen Eisbrecher, russische Eisbrecher-Eisklasse LL3. Zusätzlich an Bord: Zwei kleine Hubschrauber und mehrere Motorschlauchboote. Hubschrauber und der teure große Eisbrecher sind wesentliche Gründe für den hohen Reisepreis, sie können unter schwierigen Eisverhältnissen aber auch die Effizienz der Reise erhöhen - durch Eiserkundungsflüge und teilweisen Einsatz der Hubschraubers auch für Landungen, sowie eventuell für Sightseeing.
Veranstalter: Special Travel Club (Russland) und andere, buchbar über terra polaris
Buchung: Nehmen Sie > Kontakt zu terra polaris auf
Nutzen Sie die Möglichkeit eines persönlichen Informationstags mit Franz-Josef-Land Kenner Andreas Umbreit - nach Vereinbarung.
Termine: 13 Tage - 09. August (ab Kirkenes) - 21. August 2012 (bis Kirkenes)
Preise: € 5050 (in Vierbettkabine bis € 9400 (in Zweibett-Superior Kabine) pro Person.
Aktion ab 26. März: 10 % Rabatt auf alle Preise pro Person bei dieser Reise 2012
Teilnehmer, Sprachen: Bordsprachen Englisch, außerdem deutschsprachiger Reiseleiter. Erforderliche Mindestteilnehmerzahl: 50. Maximum: 100 Passagiere.
Route: Touristische Expeditionskreuzfahrt ab Kirkenes (Nordnorwegen) mit Zoll am nächsten Morgen in Murmansk, Querung der Barentssee (evtl. Wale), Ca. 5,5 Tage in Franz Josef Land. Rückkehr über Murmansk nach Kirkenes.
Schiff: Die ORTELIUS (benannt nach einem bedeutenden Kartographen des 16. Jahrhunderts) wurde 1989 als russisches Forschungsschiff mit hoher Eisklasse gebaut und war später als MARINA SVETAEVA als Expeditionskreuzfahrtschiff in der östlichen russischen Arktis im Einsatz (Wrangel Insel, etc.), bevor sie 2011 von Oceanwide Expeditions gekauft und nach einzelnen Verbesserungen in der Werft für Reisen in Arktis und Antarktis eingesetzt wird. Ein großer Vorteil ist ihre hohe Eisklasse (russische Eisklasse UL - entspricht 1A+/1A Super). Von der Ausstattung her ähnelt sie ansonsten den kleineren Schiffen der MOLCHANOV Klasse. Ein ideales Schiff für Reisende, denen es primär um die Erkundung abgelegener Polarregionen geht. Der Standard ist etwas einfacher als auf PLANCIUS und ANTARCTIC DREAM, die Kabinen dafür meist etwas geräumiger, als in vergleichbaren Kategorien auf den beiden anderen Schiffen.
Veranstalter: Oceanwide Expeditions, Niederlande - buchbar über terra polaris.
Detailinformationen (PDF mit 3,5 MB, 25 Seiten: Arktisreisen ANTARCTIC DREAM, ORTELIUS, PLANCIUS)
An dieser Reise nimmt voraussichtlich Andreas Umbreit (Inhaber von terra polaris, Reiseführerautor auch für Franz-Josef-Land) als Guide und Lektor mit seiner Erfahrung mehrerer Reisen nach Franz Josef Land (5) und Nowaja Semlja (2) teil - dann auch für deutschsprachige Reiseteilnehmer ein Ansprechpartner.
Nutzen Sie die Möglichkeit eines persönlichen Informationstags mit Franz-Josef-Land Kenner Andreas Umbreit - nach Vereinbarung.
Kombination: Diese Reise eignet sich sehr gut zur Kombination mit der Fahrt OTL10 (Rund Spitzbergen mit Bäreninsel, ab Longyearbyen bis Kirkenes, 30. 7. - 08. 8.2012) zu einer 23-tägigen Reise durch die europäische Arktis - mit Kombinationsrabatt ab € 8075. Dies ist weniger, als einige der anderen Franz-Josef-Land Fahrten allein und ermöglicht den ungewöhnlichen Besuch auch der Bäreninsel !
Möglichkeit eines individuellen Spitzbergen-Vorprogramms bei terra polaris.
Buchung: Nehmen Sie > Kontakt mit terra polaris auf !
Termine: 12 Tage - 21. August (ab Kirkenes) - 01. September 2012 (bis Kirkenes)
Preise: € 4650 (in Vierbettkabine bis € 8650 (in Zweibett-Superior Kabine) pro Person.
Aktion ab 26. März: 10 % Rabatt auf alle Preise pro Person bei dieser Reise 2012.
Teilnehmer, Sprachen: Bordsprachen Englisch, außerdem deutschsprachiger Reiseleiter. Erforderliche Mindestteilnehmerzahl: 50. Maximum: 100 Passagiere.
Route: Touristische Expeditionskreuzfahrt ab Kirkenes (Nordnorwegen) mit Zoll am nächsten Morgen in Murmansk, Querung der Barentssee (evtl. Wale), Ca. 4,5 Tage in Franz Josef Land. Rückkehr über Murmansk nach Kirkenes.
Schiff: Die ORTELIUS (benannt nach einem bedeutenden Kartographen des 16. Jahrhunderts) wurde 1989 als russisches Forschungsschiff mit hoher Eisklasse gebaut und war später als MARINA SVETAEVA als Expeditionskreuzfahrtschiff in der östlichen russischen Arktis im Einsatz (Wrangel Insel, etc.), bevor sie 2011 von Oceanwide Expeditions gekauft und nach einzelnen Verbesserungen in der Werft für Reisen in Arktis und Antarktis eingesetzt wird. Ein großer Vorteil ist ihre hohe Eisklasse (russische Eisklasse UL - entspricht 1A+/1A Super). Von der Ausstattung her ähnelt sie ansonsten den kleineren Schiffen der MOLCHANOV Klasse. Ein ideales Schiff für Reisende, denen es primär um die Erkundung abgelegener Polarregionen geht. Der Standard ist etwas einfacher als auf PLANCIUS und ANTARCTIC DREAM, die Kabinen dafür meist etwas geräumiger, als in vergleichbaren Kategorien auf den beiden anderen Schiffen.
Veranstalter: Oceanwide Expeditions, Australien - buchbar über terra polaris
Detailinformationen (PDF mit 3,5 MB, 25 Seiten: Arktisreisen ANTARCTIC DREAM, ORTELIUS, PLANCIUS)
Buchung: Nehmen Sie > Kontakt mit terra polaris auf !
Mai 2012: Reise abgesagt, da das Schiff wegen Problemen mit der vorhergehenden Nordostpassage nicht rechtzeitig im Zielgebiet sein kann.
Termine (14 Tage, ab Murmansk, bis Murmansk)
08.-21. September 2012 (Englisch)
Preise: ab 8890 USD (Umrechnungskurs zum € beachten ! Entspricht € 6585 bei Kurs 1 € = 1,35 US$) pro Person.
Teilnehmer, Sprachen: Bordsprachen Englisch. Erforderliche Mindestteilnehmerzahl: 30. Maximum: 54 Passagiere.
Route: Touristische Expeditionskreuzfahrt ab Murmansk nach Nowaja Semlja (1,5 Tage) und Franz-Joseph-Land (5 Tage), Ende in Murmansk. 2011 erhielt die SHOKALSKIY als einziges Expeditionskreuzfahrtschiff die Genehmigung, Nowaja Semlja zu besuchen.
Schiff: Die AKADEMIK SHOKALSKIY wurde 1982 als russisches eisgängiges Forschungsschiff gebaut und mehrfach für den touristischen Einsatz modernisiert. Max. 54 Passagiere, Diesel-Antrieb, hohe Eisklasse: UL. Die SHOKALSKIY gehört zur sogenannten MOLCHANOV-Klasse, die trotz ihrer Beliebtheit als Expeditionsschiffe in den letzten Jahren weitgehend durch wesentlich größere Nachfolger ersetzt wurden. Eines der wenigen verbleibenden Schiffe für Freunde des Reisens in kleinerem Kreis.
Veranstalter: Aurora Expeditions, Australien - buchbar über terra polaris
Detailinformationen zu dieser Reise (PDF-Dokument, 7 Seiten, ca. 600 kB)
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Nutzen Sie die Möglichkeit eines persönlichen Informationstags mit Franz-Josef-Land Kenner Andreas Umbreit - nach Vereinbarung.
Reisehinweise Franz-Joseph-Land
Vergleich Reiseangebote als Orientierungshilfe: Andreas Umbreit hat auf Grundlage seiner Erfahrung mit Reisen in dei hohe Russische Arktis eine vergleichende Information nach verschiedenen Kriterien zu den Angeboten an Schiffsreisen zusammengestellt:
> Hier als PDF Reiseangebotsvergleich herunterladen (Englisch).
Nach Franz-Joseph-Land gibt es keine normalen Verkehrsverbindungen, weder per Flugzeug, noch per Versorgungsschiff. Ebenso gibt es an Land keinerlei spezielle touristische Infrastruktur. Die beiden Stationen werden über die zuständigen staatlichen Organisationen versorgt. Die russischen Behörden sind extrem restriktiv mit der Zulassung von Besuchen, selbst für Forscher und Medienprojekte. Seit Ende der Sowjetunion gelang es nur wenigen westlichen Privatexpeditionen nach teils jahrelangen Bemühungen und mit guten Kontakten, die Inseln zu besuchen.
Aktuell besteht daher praktisch nur die Möglichkeit, den Archipel mit einer der wenigen angebotenen Expeditionskreuzfahrten in diese Region zu erreichen. Die Routen der Reisen und die Landgänge hängen extrem von den aktuell vor Ort vorgefundenen Eis- und Wetterverhältnissen ab – hier ist von allen Beteiligten hohe Flexibilität gefordert.
Sehr begrenztes Angebot: Mit Ausnahme der Atomeisbrecherfahrten zum Nordpol, die in der Regel Franz-Joseph-Land auf Hin- oder/und Rückfahrt kurz berühren, um nicht nur aus 13 Tagen offenem Wasser, Eis, Eis, offenem Wasser zu bestehen, gibt es nicht jedes Jahr überhaupt Angebote nach Franz-Joseph-Land, die sich dort tatsächlich mehrere Tage aufhalten. 2007 und 2009 wurden überhaupt keine solchen Fahrten angeboten, 2008 konnten beide angebotenen Fahrten auch durchgeführt werden, 2005 und 2006 mußte ein Teil der Reisen wegen zu geringer Buchungszahl abgesagt werden. Im Vergleich zu anderen arktischen Reisezielen ist Franz-Joseph-Land insofern ziemlich ausgefallen.
Genehmigungseinschränkungen: Bis einschließlich 2009 erhielten nur russische Schiffe die Erlaubnis für kommerziellen Tourismus in Franz-Josef-Land, und auch fast nur russische Veranstalter. 2010 wurde dies erstmals für Franz-Joseph-Land gelockert, für Nowaja Semlja hingegen wurde der NATIONAL GEOGRAPHIC EXPLORER die Einreise verweigert, obwohl die Inselgruppe in deren Reiseprogramm angeboten wurde, während die SHOKALSKIY (russische Flagge) dorthin durfte. Wie sich das 2012 entwickelt, bleibt abzuwarten.
Start und Ende: Kirkenes/Murmansk oder Spitzbergen. Ideal wäre eigentlich Start und Ende in Longyearbyen/Spitzbergen, weil es dann unter günstigen Eisbedingungen keinen einzigen reinen Seetag gäbe. Dies wird jedoch durch die russischen Grenzformalitäten erschwert, weshalb Start und Ende daher oft von Murmansk aus erfolgen, wo die Ein- und Ausreiseformalitäten an einem normalen Grenzübergang abgewickelt werden können - die unvermeidliche Folge sind in diesem Fall mehrtägige Querungen der Barentssee ohne Landberührung.
Erhebliche Preisunterschiede: Fahrten nach Franz-Joseph-Land sind aus mehreren Gründen erheblich teurer, als z.B. Reisen mit ähnlich großen Schiffen in Spitzbergen: Für nur 1-3 Termine in der Saison ist der Aufwand höher, auch der Treibstoffverbrauch und die Chartertage, um die erforderlichen Seestrecken zurückzulegen - verglichen mit einem Schiff, das die ganze Saison in Spitzbergen ist.
Desweiteren kommt es auf die technischen Möglichkeiten des Schiffs an: Ein starker Eisbrecher ist im Betrieb erheblich teurer, als ein Schiff mit geringerer Eisklasse, hat dafür aber auch mehr Möglichkeiten - allerdings nur, soweit das Eisbrechen hinsichtlich des damit verbundenen Zeitbedarfs noch Sinn macht. Ein erheblicher Kostenfaktor ist außerdem ggf. ein Bordhelikopter, der teilweise die Effizienz einer solchen Reise steigern kann - sowohl zur Eiserkundung (und damit Minimierung des erheblichen Zeit- und Treibstoffverbrauchs für das Brechen von Eis), als auch für Landgänge. Hier kann der Hubschrauber teilweise eine Alternative zu den Zodiacs sein (etwa bei dichtem Treibeis) wobei neben geeigneten Flugbedingungen (Sicht, Vereisungsrisiko, Vogelschlagrisiko, Wind) auch der Sicherheitsspielraum stimmen muß: bei technischen Problemen oder gar Unfällen muß das Schiff über eine unter den dann aktuellen Bedingungen einsetzbare Alternative für einen zügigen Rettungseinsatz verfügen, auch dies ist vom Expeditionsleiter von Fall zu Fall abzuschäten. Für Landgänge ist der Nutzen von Bordhelikoptern außerdem stark von deren Größe und Zahl abhängig: Auf den Atomeisbrechern wird in der Regel eine große Mi-8 mitgeführt, die sämtliche Passagiere in 4-5 Flügen befördern kann. Auf der DRANITSYN sind für 2012 zwei kleine Hubschrauber angekündigt, die für 100 Personen hin und zurück ca. 50 Flüge benötigen, was neben dem Treibstoffverbrauch einen erheblichen Zeitaufwand bedeutet. Insofern ist eine Hubschrauberkomponente an Bord auf alle Fälle eine Erweiterung der Möglichkeiten, erhöht aber auch den Reisepreis und ist mit Zeitaufwand und den genannten Einschränkungen verbunden.
Eisbrechen: Bei etlichen Reisenden besteht die Erwartung, daß bei einer Eisbrecherreise auch ordentlich Eis gebrochen werden muß. In der Realität werden Eisbrecher jedoch vor allem deshalb verwendet, um Eis brechen zu können, wenn es sein muß, aber nicht als Selbstzweck - dafür kostet Eisbrechen viel zu viel Treibstoff und auch Zeit: in schwerem Eis kann die Geschwindigkeit auf unter 1 km/h sinken. Ausführliches Eisbrechen kostet damit Zeit, die dann für Landgänge, etc. verloren ist.
In einem eisreichen Sommer gehört Eisfahrt sicherlich zu den Reiseerlebnissen, aber eben auch mit entsprechendem Zeit- und Treibstoffaufwand. Bei einer eisarmen Reise werden Kapitän und Expeditionsleiter eventuell eine Eisfahrt-Vorführung einflechten, wenn sich dazu eine auch vom Reiseablauf her günstige Gelegenheit ergibt, die nicht deutlich auf Kosten des übrigen Programms geht. Wer vor allem auf das Erlebnis des Eisbrechens Wert legt, hat hierzu weitaus preisgünstiger beispielsweise in der winterlichen nördlichen Ostsee (Finnland) Gelegenheit.
Reisezeitpunkt: Für etliche Interessen ist in Franz-Joseph-Land ein späterer Reisetermin vorteilhaft: im August ist das Meereis in der Regel weniger, und auch an Land ist der winterliche Schnee weiter abgetaut, sodaß man auf dem Wasser und an Land besser voran kommt und an Land weniger Dinge noch unter Schnee versteckt liegen. Gerade die nördlicheren Inseln sind eher in der späten Saison erreichbar - allerdings von Jahr zu Jahr sehr unterschiedlich.
Verglichen mit Spitzbergen finden viele Dinge in der Natur in Franz-Josef-Land etwas später statt (Brut, Blüte). Frühe Termine (Juli) können insbesondere für Vogelfreunde interessanter sein, sowie für jene, die gern möglichst viel Eis haben wollen und dafür tendentiell eher auf weiteres Herumkommen verzichten. Ganz frühe Termine im Juni und frühen Juli, wie in Spitzbergen mittlerweile gängig, werden aus den genannten Gründen für Franz-Joseph-Land nicht angeboten.
Die Mitternachtsonne ist bei normalerweise allen Franz-Joseph-Land Reisen inclusive (wenn auch eventuell hinter Wolken), denn sie dauert in Franz-Joseph-Land bis ca. 26. August, steht aber natürlich im Juli höher. Tierfotografen mit Teleobjektiven profitieren im Juli daher nachts von mehr Licht, dafür gibt es im August ein breiteres Spektrum an Lichtstimmungen, wenn die Sonne nachts tiefer über dem Horizont steht.
Großer Eisbrecher oder niedrigere Eisklasse ?
Ein starker Eisbrecher ist insbesondere dann von Vorteil, wenn einerseits viel Eis angetroffen wird, das andererseits aber noch nicht den Eisbrecher zu stark bremst. Bei zu viel Eis nutzt auch ein Eisbrecher nur bedingt, weil er schlicht zu langsam wird, kann aber dann meistens zumindest mehr ausrichten, als ein Schiff mit niedrigerer Eisklasse. Bei sehr eisarmen Verhältnissen (wie im Sommer 2010) kommen hingegen vor allem seine Nachteile zum Tragen: eine hohe Bordwand mit nur einer langen Gangway verzögert das Aussetzen, Besteigen, Verlassen und Einholen von Schlauchbooten (sofern solche überhaupt vorhanden sind) und wegen großen Tiefgangs muß ein großer Eisbrecher oft erheblich größeren Abstand zu Ufern halten, was Transferzeiten bei Landungen erheblich verlängert, insbesondere, wenn nur wenig Schlauchboote oder/und nur kleine Hubschrauber vorhanden sind, die dann entsprechend oft verkehren müssen, um alle Personen an Land und wieder zurück zu bringen. Je uferferner der Ankerplatz, desto eher erschwert oder verhindert fehlender Schutz vor Seegang und Wind am Schiff Landeoperationen, was gerade in Franz-Joseph-Land, wo es nur wenige geschützte tiefe Buchten gibt, wichtig sein kann. Ein starker Eisbrecher kommt daher teilweise weiter herum - was aber keineswegs gerade bei verstärktem Operieren im Eis höhere Chancen auf eine große Zahl von Exkursionen bedeutet.
Expeditionsschiffe mit geringerer Eisklasse als ein großer Eisbrecher sind eingeschränkter in ihren Bewegungsoptionen bei schwierigeren Eisbedingungen und verfügen in aller Regel nicht über Bordhubschrauber als Zusatzoption. Dafür haben sie üblicherweise einen viel geringeren Tiefgang und können damit eher ruhigeres Wasser näher am Ufer aufsuchen. Zusammen mit in der Regel mehr Schlauchbooten im Verhältnis zur Passagierzahl und besser auf Schlauchbootoperationen abgestimmten Konstruktionen (geringere Bordwandhöhe und kürzere Gangway, teils mehrere Gangways auf derselben Schiffsseite) und mehr Routine mit Schlauchbootoperationen als auf einem nur selten im Touristikeinsatz befindlicher Eisbrecher ergeben sich hieraus erheblich schnellere Transfers bei Landungen und eine geringere Abbruchquote wegen ungünstiger Bedingungen (Seegang, zwischenzeitlich aufziehendes schlechtes Wetter, etc.). Insgesamt schafft ein Expeditionsschiff mit geringerer Eisklasse daher oft mehr Landungen in derselben Zeit, als ein großer Eisbrecher, und ist - bei gleicher Reisedauer - oft außerdem deutlich preisgünstiger.
Fazit: Der große Eisbrecher ist eher von Vorteil, wenn es um einen früheren Reisetermin geht, bei dem eher noch mit schwereren Eisverhältnissen gerechnet wird, wenn die Hoffnung auf Eisfahrt in der Arktis und eventuelle kürzere Hubschrauberflüge (soweit Bordhubschrauber vorhanden) wichtige Reisemotive sind, und wenn die Nachteile des Eisbrechers bei Landeoperationen sowie der höhere Preis demgegenüber als akzeptabel erscheinen. Die Stärke von Expeditionsschiffen mit geringerer Eisklasse liegt in der Regel in deutlich effizienteren Landgangsoperationen, die tendenziell mehr Landgänge bei gleicher Reisedauer erlauben - hinzu kommt der bei gleicher Reisedauer deutlich günstigere Preis. Diese Variante kommt damit eher für Reisende in Frage, die möglichst viele Exkursionen haben möchten, für die schwere Eisfahrt weniger wichtig ist, und die akzeptieren, daß dafür die Reiseroute des Schiffs etwas stärker von den aktuellen Eisbedingungen abhängt, als bei einem starken Eisbrecher: selbst wenn nur der Süden des Archipels zugänglich sein sollte, gibt es dort immer noch reichlich interessante Möglichkeiten für Exkursionen. Durch etwas spätere Terminwahl läßt sich das Risiko von viel Eis tendenziell reduzieren - daher werden Franz-Joseph-Land Fahrten mit Schiffen mit geringerer Eisklasse eher erst ab Ende Juli angeboten.