Services für Medien- und Kunstprojekte

Eine der ersten Herausforderungen war die Unterstützung einer BBC-Produkt- ion mit David Attenborough.
Kontrastprogramm: Aufnahmen für die Winterausgabe eines Naturmoden-Kataloges.
Sommerliches Filmen in Spitzbergen bedeutet häufig: Überlebensanzug im offenen Boot ...
... und für kurze Wechsel der Perspektive an Land lohnt sich das mühsame Ablegen des Schutzanzuges oft nicht, denn danach im Boot ist ...

Als wir in Spitzbergen anfingen, war die Inselgruppe für Medien und Künstler von außerhalb Norwegens weitgehendes Neuland. Naheliegenderweise kam daher die Betreuung von Medien- und Kunstprojekten als weitere Aktivität für uns rasch dazu, mittlerweile auch zur russischen hohen Arktis und zur Arktispolitik.

Heute blicken wir auf mehr als 20 Jahre Einsatzerfahrung für Medien- und Kunstprojekte zurück - von kleinen Ratschlägen bis hin zur Unterstützung großer Filmprojekte. Durchschnittlich sind wir im Jahr an 2-3 Fernsehproduktionen unterstützend beteiligt, dazu kommen Journalisten aus dem Bereich Zeitungen/Zeitschriften, professionelle Fotografen mit Spezialthemen, gelegentlich auch Radio, Werbeaufnahmen oder Spielfilm. Kunstprojekte aus den Bereichen Fotografie, Multimedia, Malerei.

In den meisten Fällen geht es um Kombinationen aus

  • Beratung von Themen- und location Vorschlägen bis Ausrüstungsfragen
  • unserem umfangreichen Hintergrundwissen zu verschiedensten Arktisthemen
  • Organisation von Kontakten,
  • Hilfe bei der Logistik,
  • Begleitung mit geländekundiger Assistenz (oft auch Hilfe beim Tragen im weglosen Gelände)
  • Eisbärenwache.

Fragen ? Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf !

 

Die hier gezeigten Bilder entstanden während einer Reihe von Projekten, an denen wir in Spitzbergen und der russischen Arktis beteiligt waren. Insgesamt haben wir bisher zahlreiche Produktionen aus Deutschland, Großbritannien, Kanada, Niederlanden, Norwegen, Österreich, Russland und der Schweiz betreut. Anklicken führt zu vergrößertem Bild !

 

... bei eisigen Bedingungen der Anzug als Wärmeschutz sehr willkommen.
Begehrt, aber eine Budget- und Genehmigungsfrage ...
ist die Luftperspektive vom Hubschrauber.
Eine weitaus größere Rarität sind hingegen Unterwasseraufnahmen.
Eine weitere spannende Perspektive: die gewaltigen Eisformen ...
... der Gletscher, vor allem im Bereich der Abbruchfronten.
Für Filmarbeiten im Winter gilt: bester Wärmeschutz - und Zeit und Geduld,
denn bei gelegentlichem Schneesturm läßt sich draußen nicht viel machen.

Wichtig für Medienarbeit in der Arktis sind einige Punkte:

Transporte in abgelegenere Regionen sind extrem aufwändig und teuer, teilweise zumindest zu bestimmten Jahreszeiten schlicht nicht möglich, und erfordern eventuell lange Vorbereitungszeiten (bis zu einem Jahr !). Hierfür kommen nur Schiff (Sommer) und Hubschrauber, sowie im Winter/Frühjahr teilweise Motorschlitten in Frage. Andere motorisierte Landfahrzeuge sind außerhalb der winzigen Straßennetze der Siedlungen verboten (zumindest in Spitzbergen). Teilweise gibt es in den Zielgebieten überhaupt keine motorisierten Verkehrsmittel (z.B. in großen Teilen der russischen Arktis), diese müssen dann extra gechartert und - bei großen Entfernungen, die z.B. die Reichweite eines Hubschraubers übersteigen - dorthin gebracht werden, wobei sich damit verbunden auch die Frage nach der Treibstoffversorgung stellt.

Für Hubschrauberflüge sind in der Regel Genehmigungen erforderlich, die zumindest in Spitzbergen sehr restriktiv gehandhabt werden, hinzu kommen die sehr hohen Flugkosten und die begrenzte Verfügbarkeit der wenigen Hubschrauber.

Bewaffnete Absicherung gegen Eisbärrisiken ist unmittelbar außerhalb der Siedlungen gefordert.

Zumindest Spitzbergen erfährt hohe internationale und norwegische Aufmerksamkeit - mit teilweiser Medienmüdigkeit muß gerechnet werden.

Es gelten teils sehr strenge Umwelt- und Denkmalschutzvorschriften, einschließlich saisonaler oder ganzjähriger Zugangsbeschränkungen in bestimmten Landesteilen.

Als kaum erschlossene Wildnis erfordert die hohe Arktis Geduld, Zeit und Flexibilität. Die falsche Erwartung vieler Touristen - Wildnis pur, aber bitte mit voller Erschließung und Fahrplangarantie - ist ein schon in sich widersprüchlicher Wunschtraum, der auch bei Medienvertretern nicht selten anzutreffen ist.

In der russischen Arktis kommt neben fehlenden Verkehrsmitteln oft noch die Sperrung großer Bereiche als Erschwernis hinzu.


Letzte Änderung: 15.04.2010