Expeditionslogistik und Beratung

Internationales Forschercamp in Kinnvika, Nordostland. Japanische Geologen des Tokio Instituts für Technologie sammelten im Internationalen Polarjahr 2007 Mikrofossilien, um damit mehr Klarheit in den Ablauf der nahezu vollständigen Vereisungen der Erde vor 700 Millionen Jahren zu bringen. Spitsbergen Tours unterstützte sie mit Vorbereitungshilfen und einer Feldassistentin.
Deutsche Untersuchungen über Erosionsgeschwindigkeit im Gipsdalen: Spitsbergen Tours stellte einen Feldassistenten.
Archäologische Kartierung der komplexen Hinterlassenschaften in Virgohamna vom Walfang des 17. Jahrhunderts bis zu den Polflugversuchen Wellmans am Anfang des 20. Jahrhunderts durch den Amerikanischen Dozenten Pete Capelotti: Campausrüstung, Feldassistentin und Eisbärenwache durch Spitsbergen Tours.
Sowohl reguläre Sommercamps, als auch speziell eingerichtete Camps dienten zusammen mit einem Tourenbetreuer von Spitsbergen Tours bereits mehrfach Hochschulexkursionen als Basis
Verladung von Expeditionsfracht im Hafen Longyearbyen.
Ausbringen eines Geländedepots per Motorschlitten im Frühjahr.

Naheliegenderweise wird unsere Kompetenz für unsere polaren Kerngebiete von Expeditionsprojekten in diese Regionen gern in Anspruch genommen.
Ähnlich wie bei Sonderarrangements und Medienprojekten gleicht hier keine Aufgabe der anderen und deshalb kann es zum einen keine vorgefertigten Beschreibungen geben, zum anderen müssen auch die Gegenleistungen im jeweiligen Einzelfall ausgehandelt werden - was nicht immer ein Honorar in Geld bedeuten muß.
Eine wichtige Frage darüber hinaus ist: Wer ist der verantwortliche Veranstalter ? Sofern diese Funktion nicht projektseitig übernommen werden kann, können auch Lösungen diskutiert werden, bei denen Spitsbergen Tours oder einer unserer anderen Partner als Veranstalter auftritt - dies erfordert allerdings, daß der Veranstalter entsprechend seiner rechtlichen Verantwortung dann auch vor Ort mit einem Vertreter dabei ist.

Hier ein Überblick über die nachfolgend angesprochenen Möglichkeiten:

  • Forschungsexpeditionen
  • Studienexkursionen
  • Touristisch-sportliche Expeditionen
  • Beschaffung von Genehmigungen, Waffen, Alarmanlagen etc.
  • Transport nach und von Spitzbergen
  • Transport innerhalb Spitzbergens
  • Beratung von Privattouren
  • Bilderservice
  • Sponsoring von Projekten

 

Forschungsexpeditionen:

Inhaltlich spielen wir da natürlich die zweite Geige - unsere Stärke liegt hier eher in den Bereichen Beratung und Organisation. Denn insbesondere in Spitzbergen kennen wir uns, was die praktischen Aspekte betrifft, gut aus. Beratung zur Expeditionsorganisation, Hilfe bei der Organisation von Transporten, Stellung von Expeditionsassistenten (auch mit wissenschaftlichem Hintergrund) für die eher praktische Unterstützung draußen im Gelände, Eisbärenwache - das sind typische Aufgaben, die wir hier übernehmen können. In Spitzbergen unterstützen wir Forschungsprojekte übrigens bereits seit 1989.

Bei Bedarf: bitte wenden Sie sich mit einer Projektbeschreibung an uns.

 

Studienexkursionen:

Sowohl für Studentengruppen von Hochschulinstituten, als auch privat oder halb privat organisierte spezielle Interessengruppen haben wir schon wiederholt die praktischen Seiten eines Studienaufenthaltes in Spitzbergen organisiert - oft sind hierfür sogar die Camps von Spitsbergen Tours eine naheliegende Möglichkeit. Auch hier können wir oft einen Exkursionsassistenten oder auch einen Guide stellen, der eine thematisch passende wissenschaftliche Ausbildung hat. Exkursionen als Teil des Studiums kommen solche Anfragen oft von naturkundlichen Spezialistengruppen, Historikern. Siehe auch >> Sonderarrangements.

Bei Bedarf: bitte wenden Sie sich mit einer Projektbeschreibung an uns.

 

Touristisch-sportliche Privatexpeditionen in Spitzbergen:

Unterstützung von touristisch-sportlichen Privatexpeditionen ist möglich. Grundsätzlich treten wir aus Haftungs- und Versicherungsgründen nicht als Veranstalter im Bereich extremerer Sportarten auf. Für solche Aktivitäten können im Einzelfall jedoch eventuell Unterstützungsleistungen vereinbart werden, z.B. Organisation von Transporten, Unterhalt und Bewachung eines Basislagers, dazu natürlich Beratung.

Bei Bedarf: bitte wenden Sie sich mit einer Projektbeschreibung an uns.

 

Beschaffung von Genehmigungen, Waffen, Alarmanlagen, etc.:

Immer wieder bekommen wir auch Anfragen, wo es im Wesentlichen um diese genannten Dinge geht. Hier ist unser eindeutiger Standpunkt: wir begeben uns nicht in eine auch nur andeutungsweise Verantwortung für Unternehmungen, die letztlich vor Ort ohne uns laufen. Wir halten ebenso wenig von der Ausgabe von irgendwelchen Mietwaffen an Leute, wo wir keine Ahnung haben, in wieweit diese damit umgehen können und wo wir folglich zumindest indirekt ebenfalls in eine Mitverantwortung geraten können, ohne auf die Ereignisse unterwegs letztlich Einfluß zu haben. Daher: Waffen, Genehmigungen, etc. nur bei Projekten, die auch tatsächlich in unserer Regie durchgeführt werden. Beratung zu diesen Themen kann hingegen vereinbart werden.

Bei Bedarf: bitte wenden Sie sich mit einer Projektbeschreibung an uns.

 

Transporte nach und von Spitzbergen:

Ein bis zweimal im Jahr verschicken wir etwas größere Mengen Fracht per Schiff nach Spitzbergen (meistens im frühen Frühling, meist auf Paletten oder in auf Paletten aufgebauten Kisten, manchmal auch Container). Für kleinere Expeditionen ist Schiffsfracht relativ teuer, deshalb kann es interessant sein, daß diese ihre Fracht gegen Bezahlung bei uns mitschicken. Ausgenommen sind dabei Gefahrengüter. Rückfracht von Spitzbergen können wir hingegen fast nie anbieten.

Bei Bedarf: bitte wenden Sie sich mit einer Projektbeschreibung an uns.

 

Transporte innerhalb Spitzbergens:

Zumindest in Zentralspitzbergen haben wir in Grenzen die Möglichkeit, Transporte zu organisieren - im Winter in per Motorschlitten, im Sommer auf Booten. Beachten Sie dabei bitte, daß dies nicht billig ist - neben den an sich schon hohen Kosten beispielsweise einer Motorschlittenfahrt müssen wir u.a. auch die nicht seltene Möglichkeit des Scheiterns einer Fahrt einkalkulieren (Wetter, technische Probleme, ...) - in diesem Falle entstehen uns genauso Kosten, sowohl für die gescheiterte Tour, als auch für den nächsten Versuch. Diese Kosten müssen wir überschlagsmäßig auf unsere Kunden verteilen.

Bei Bedarf: bitte wenden Sie sich mit einer Projektbeschreibung an uns.

 

Beratung von Privattouren:

Aus unserer Sicht ist es wünschenswert und wichtig, daß Spitzbergen und andere hocharktische Regionen auch auf eigene Faust bereist werden können - vorausgesetzt, dies geschieht in seriöser Weise, mit guter Vorbereitung und Erfahrung, richtiger Ausrüstung und realistischen Plänen. Zum Einen gibt es gar nicht für alle Interessen die Möglichkeit einer passenden Veranstalterreise und zum Anderen paßt auch nicht Jeder in eine Gruppe, die sich vorher nicht kennt - es wäre niemandem damit gedient, Reisende, die sich nicht in eine Gruppe ausreichend einfügen wollen, in eine solche hineinzuzwängen. Kostengünstiger ist allerdings eine Reise auf eigene Faust nicht unbedingt, zumindest wenn man gleiche Standards ansetzt. Für solche Projekte bieten wir die Möglichkeit einer vorbereitenden Beratung gegen Honorar. Für 30-50 EURO lassen sich da telefonisch eine Menge Punkte durchsprechen, soweit diese nicht noch preisgünstiger beispielsweise schon durch das Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterSpitzbergen Handbuch beantwortet werden. Angesichts der Gesamtkosten einer privaten Arktisreise ist das minimal, erst Recht angesichts dadurch möglicherweise vermiedener unangenehmer Probleme vor Ort. Im übrigen sind wir auch für Vorschläge alternativer Gegenleistungen offen ! Z.B. haben wir uns angesichts unserer Polarleidenschaft schon durch Überlassung interessanten privaten Bildmaterials, etc. ködern lassen.
Wir sind hingegen keine kostenlose Touristeninformation für Touren auf eigene Faust. Wir beantworten durchaus die eine oder andere kurze Frage an Telefonanrufer auch so, aber eine ausführlichere Beratung, gar das kostenlose schriftliche Beantworten an uns gesandter Fragelisten, deren Antworten nicht selten zu einem guten Teil beispielsweise im Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterSpitzbergen Handbuch zu finden sind, geht uns zu weit - auch weil dies letztlich indirektes Schnorren auf Kosten der uns bezahlenden Kunden ist.

Bei Bedarf: bitte wenden Sie sich mit einer Projektbeschreibung an uns.

 

Bilderservice:

Wir verfügen über eine riesige Bildersammlung insbesondere zu Spitzbergen, darüber hinaus auch zu Teilen der Russischen Arktis (Franz-Joseph-Land, Teile von Nowaja Semlja, Sewernaja Semlja, Vise, Waigatsch, einzelne Punkte der russischen Nordküste). Auch hier kann für Projekte das Stellen von Bildmaterial gegen entsprechende Gegenleistung vereinbart werden.

Bei Bedarf: bitte wenden Sie sich mit einer Projektbeschreibung an uns.

 

Sponsoring von Projekten:

Anfragen, ob wir bestimmte Projekte sponsorn, bekommen wir häufiger und in Einzelfällen haben wir dies auch schon getan (in der Regel in Form von Beratung, Transporten, Bildern des Tourgebietes, etc.), wobei wir dies von Fall zu Fall entscheiden. Hierfür gibt es mindestens drei Voraussetzungen:

  • Wir finden das Projekt spannend.
  • Die Planung wirkt seriös.
  • Es gibt ein Sponsoringkonzept, das diese Bezeichnung verdient.

Sponsoring unterscheidet sich unserer Meinung nach von milden Gaben dadurch, daß der Sponsor für seine Unterstützung eine abgesprochene reelle Gegenleistung bekommt, die für ihn einen Nutzen bringt und auch einigermaßen genau einschätzbar ist. Erlebt haben wir da schon vieles: von überzeugenden konkreten Vorschlägen über "Yuppie-Sprech" Wortblasen zu offenherzigen Bettelbriefen, deren Schreibern der Gedanke an eine sinnvolle Gegenleistung offensichtlich nie ernsthaft durch den Kopf ging.
Die Erfahrung lehrt leider, daß bei etlichen (nicht allen !) Projekten nach deren Abschluß die großartigen Versprechungen an die Sponsoren rasch und gern vergessen werden. Diese "Nach mir die Sintflut" Haltung bedingt ebenfalls eine gewisse Zurückhaltung bei Sponsoren - auch deshalb ist es nützlich, Sponsoringanträge mit dem Angebot möglichst konkreter Gegenleistungen zu verbinden.

 


Letzte Änderung: 19.04.2010