Inlandquerung zum Wijdefjord - Spitzbergen Trekking Reise, 14-21 Tage

Satellitenbildkarte zur Tour (Anklicken öffnet Vergrößerung in eigenem Fenster) mit den ungefähren Fjordbootrouten (hellblau) und der angedeuteten (grün) Trekkingroute (ohne zusätzliche Tagesexkursionen) an Land. Eingezeichnet sind ferner Sommer Camps von Spitsbergen Tours, die mit der Inlandquerung nicht unbedingt etwas zu tun haben, sowie die Orte Longyearbyen und Pyramiden.
Die Inlandquerung zum Wijdefjord ist eine anspruchsvolle Trekkingtour in einem vielseitigen, spektakulären und insgesamt wenig besuchten Teil Spitzbergens.
In Skansbukta beginnt die Tour nach einem Bootstransfer.
Das südlichere Dickson Land bietet geschützte Inlandtäler, ...
dazwischen geht es über Gletscherpässe.
Im zweiten Teil der Tour führt die Route hinüber zu Dicksonfjord und Dicksondalen, ...
sowie dem Nathorstdalen.
Zwischendrin werden die hohen Gummistiefel für Gewässerquerungen benötigt.
Der gewaltige Mittag-Lefflergletscher am Südende des Wijdefjords..
Nördlichstes Ziel können der Stubendorffgletscher (im Bild links hinten) und eventuell ein Vorstoß bis ca. 79 Grad Nord sein.
Front des Mittag-Lefflergletschers.
Tarantellen ist eine imposante Verwitterungsformation an der Route, eines der möglichen Ziele für zusätzliche Tagesexkursionen.

Spitzbergen, Sommer - 14- bis 21-tägige anspruchsvolle große Trekkingreise mit 2 Bootsfahrten und  unterstützendem Verpflegungsdepots an der Route, Deutsch/Englisch.
Bis 2012 als Einbuchertour, ab 2013 als Sonderarrangement für gemeinsam buchende Gruppe angeboten. Termin, Dauer und Route nach Absprache.

Diese Trekkingtour durch das landschaftlich enorm vielseitige Gebiet zwischen Billefjord, Dicksonfjord und Wijdefjord bietet einerseits spektakuläre arktische Landschaften in einer abgelegenen und daher wenig besuchten Region, sowie hohe Freiheit bei der Routengestaltung durch mitgeführte Zelt- und Kochausrüstung sowie Verpflegung für mehrere Tage. Andererseits stellen teils lange Tagesetappen und das höhere Rucksackgewicht in dem weglosen und zwischendurch anspruchsvollen Gelände hohe Anforderungen an Ausdauer und Beweglichkeit (jedoch kein echtes Klettern), sodaß diese Tour erfahrenen Trekkingreisenden mit sehr guter Fitness vorbehalten ist. Ungeachtet dieser zu bewältigenden Anforderungen geht es jedoch nicht um Leistung als Selbstzweck, sondern als Voraussetzung, um diesen lohnenden Teil Spitzbergens naturnah erleben zu können.

Termine:

  • Nach Absprache mit der Gruppe. Empfehlung: Ende Juli bis Anfang September. 
  • Regulärer Anmeldeschluß wegen Depotvorbereitung: 01. April. Spätere Buchungen sind daher nur noch begrenzt möglich.
  • Sonderarrangement: Termin nach Wunsch, auch Länge variierbar.

Preise:

  • Abhängig von Dauer, Zahl der vorher angelegten Depots, Zahl der Tourenbetreuer, etc.. Als grober Anhaltspunkt mit 18 Tagen, 1 Depot, ab 6 Teilnehmern: ca. NOK 17500 bei Unterkunft in 2-Personen-Tourenzelt (bei ungerader Teilnehmerzahl evtl. auch in 1- oder 3-Personen-Zelt)

 

Kurzbeschreibung:

Der Eisfjord (Isfjord) teilt sich nach Norden hin in seinem Inneren in zwei Arme (Dicksonfjord und Billefjord), während von Norden her der rund 100 km lange Wijdefjord fast schnurgerade südwärts ins Zentrum der Hauptinsel vorstößt. Zwischen diesen 3 Fjordarmen liegt das Dickson Land, gewissermaßen das Zentrum der Hauptinsel und gleichzeitig das hauptsächliche Tourgebiet dieser anspruchsvollen, großen Arktis-Trekkingtour, da darüber hinaus nach Osten hin auch noch das stark vergletscherte Ny Friesland berührt und dort jenseits des gewaltigen Mittag-Lefflergletschers eventuell bis 79°N über den dramatisch zwischen Felswänden sich herabwindenden Stubendorffgletscher vorstößt. Die Landschaftlichen Kontraste sind enorm: einsame Inlandtäler mit dichter Tundravegetation, überwiegend plateauförmige Berge, tief ins Land einschneidende Fjorde, Steilküsten und flache Ufer, und im zweiten Teil der Tour dann die großen Gletscher und bei guter Sicht von Gipfeln an der Route aus ein weiter Blick bis hin zu den abgelegenen höchsten Gipfeln Spitzbergens. Überraschenderweise ist dieses vielseitige und zentrale Gebiet touristisch an Land wenig genutzt (Ausnahmen: kleine Bereiche bei Pyramiden und Skansbukta), sodaß die Gruppe sonstige Menschen eventuell tagelang nicht antreffen wird.
Die Bootsfahrten am Anfang und Ende des eigentlichen Trekkings ergänzen diese Vielfalt auch noch um die Perspektive vom Wasser her.

"Marschtage" und "Genußtage": Unterwegs auf Tour unterscheiden wir zwischen Marschtagen (Tagesetappen bis ca. 20 km, weglos, teils bis 700 m hinauf und wieder hinab, Querung von Gewässern, Eis, etc.), bei denen es um das Weiterkommen bis zum nächsten günstigen Zeltplatz geht, und Genußtagen, an denen mit leichterem Gepäck die jeweilige Umgebung von einem Zeltplatz aus erkundet wird. Nach Möglichkeit wechseln sich Marsch- und Genußtage ab.

Unterstützung durch Depots: Um nicht Verpflegung und Brennstoff für 3 Wochen im Rucksack mitschleppen zu müssen, werden schon im Frühjahr 1-2 Depots mit Dauerlebensmitteln und Kocherbrennstoff an der Route angelegt, wodurch sich die mitzutragende Verpflegungs- und Brennstoffmenge auf jeweils den Bedarf von ca. 7-10 Tagen reduziert.

Ungefährer Reiseablauf:

Nur als Anhaltspunkt gedacht, da auch Absprache-abhängig: Permanente Helligkeit und die mitgeführte Zeltausrüstung erlauben erhebliche Freiheit bei der Routengestaltung. Gleichzeitig haben auch die aktuellen Verhältnisse vor Ort (Wetter, Gelände, Verfassung der Gruppe) Auswirkungen auf die Routen- und Ablaufgestaltung im Einzelnen. Die hier vorgestellte ungefähre Route ist daher nur als ein Anhaltspunkt zu sehen, entsprechend schematisch ist sie auch auf der Satellitenbildkarte nur angedeutet.

Nach Ankunft in Longyearbyen, Ortsinformation und Gelegenheit für letzte Einkäufe ist im Umland von Longyearbyen eine Einlauf- und Test-Tageswanderung vorgesehen, die dem gegenseitigen Kennenlernen, aber auch einer letzten Prüfung von Ausrüstung und Fitness unter den Bedingungen Spitzbergens dient.
Dann geht es mit dem Fjordboot hinaus auf den Eisfjord und auf dessen Nordseite in den Billefjord, wo die Gruppe in Skansbukta (Schanzenbucht) mit ihren imposanten Felswänden, sowie kleinen Grubenresten und einer verfallenen Trapperhütte aus der Pionierzeit abgesetzt wird.
In den nächsten 5-6 Tagen erkundet die Gruppe zunächst das südliche Dickson Land mit seinen Plateaubergen und scharf dazwischen eingeschnittenen Tälern, sowie einigen Inlandgletschern und Hochflächen.
Bei Pyramiden, der ehemaligen russischen Bergwerkssiedlung, befindet sich das erste Versorgungsdepot, aus dessen Beständen an Dauerwaren und Brennstoff Vorräte für ca. 7 Tage übernommen werden.
So vorbereitet, quert die Gruppe das nördliche Dicksonland über Gletscher und einen der Pässe hinüber zu Hugin- und Nathorstdalen mit ihrer hier im Schutz der Täler überraschend dichten Tundravegetation unter den überwiegend dunkelroten Hängen aus devonischen Gesteinen. Weiter geht es wieder nach Osten, zum mächtigen Eisstrom des Mittag-Leffler Gletschers, wo sich auch das nächste Verpflegungsdepot befindet.
Dort neu versorgt, führt die nächste Mehrtagesetappe nach Norden - über den Mittag-Lefflergletscher hinweg zu dessen Abbruchfront ins innere Ende des Wijdefjordes und weiter auf dessen Ostseite hinauf zum Stubendorff Gletscher, der sich s-förmig tief zwischen fast senkrechte Felswände eingegraben hat und der ebenfalls in den Wijdefjord abbricht - er gilt als einer der spektakulärsten Gletscher der ganzen Inselgruppe. Sofern Zeitreserven, Interessen und der Zustand des Gletschers es zulassen, wird der Stubendorffgletscher eventuell für einen Vorstoß zum 79. Breitengrad gequert.
Dann geht es wieder südwärts, am Depot am Mittag-Lefflergletscher vorbei, und schließlich zur Abbruchfront des Nordenskiöldgletschers in die Adolfbucht im inneren Billefjord. Vor der spektakulären Kulisse der Gletscherfront wartet die Gruppe auf das Fjordboot, das sie von hier nach Longyearbyen abholt.
Eventuell verbleibende Reservezeit in Longyearbyen kann von den Teilnehmern wahlweise für eine abschließende Tagestour oder individuell zum Entspannen und Umsehen in dieser nördlichsten Familiensiedlung der Welt genutzt werden.

Frühzeitige Anmeldung, An- und Abreise:

Ausschließlich für diese eine Gruppe muß schon im Frühjahr das/die Verpflegungsdepot(s) vorbereitet und evtl. mit Motorschlitten hinausgefahren werden. Deshalb muß diese Tour bis Anfang April von der Gruppe fest gebucht werden

Wichtig: Die Informationen auf dieser Seite sind nur ein Überblick. Für Details bitte die auf dieser Seite unten aufgeführten weiteren Dokumente als Teil der Reiseausschreibung studieren !

Anforderungen:

Insbesondere die Trekkingetappen mit komplettem Gepäck (ca. 22 kg) stellen in Kombination mit dem weglosen und teils beschwerlichen Gelände hohe Anforderungen an Fitness, Ausdauer, Beweglichkeit und auch psychische Belastbarkeit. Einschließlich kleineren Pausen können hier im Einzelfall über 20 km Tagesetappen in bis zu ca. 10 Stunden zusammen kommen. Zur Minimierung von Risiken fern der Zivilisation und im Interesse einer möglichst konfliktfreien Reise ist außerdem ein hohes Maß an Umsicht, Vorsicht, Rücksicht und Flexibilität sowie Unterordnung unter die Weisungen des Tourenbetreuers erforderlich. Die Gesundheit jedes Teilnehmers sollte so sein, daß keine Krankheiten, Verschleißerscheinungen, etc. vorliegen, die unterwegs zu Problemen führen könnten.
Das Programm wird täglich an die aktuellen Verhältnisse angepaßt, angesichts der permanenten Helligkeit kann sich dabei der Tagesrhythmus verschieben. Aus Sicherheitsgründen muß die Gruppe außerhalb von Longyearbyen und Booten ständig in naher Sichtweite des bewaffneten Tourenbetreuers bleiben. Persönliche Ausrüstung ist gemäß Ausrüstungsliste mitzubringen, hierzu gehören u.a. verlängerte Gummistiefel, sehr robuste steigeisenfeste Bergschuhe (optimal: Schalenschuhe) und dazu passende Leichtsteigeisen, sehr großer Rucksack, Schlafsack (bis leichten Frost) und robuste Wanderkleidung, die rundum gegen Nässe und vor allem möglichen kalten Wind schützt. Aus rechtlichen Gründen gibt der Tourenbetreuer keine Medikamente aus - jeder Teilnehmer sollte daher in Absprache mit seinem Arzt seine persönliche Reiseapotheke mitbringen.

Teilnehmer:

Teilnehmerzahl nach Absprache. Empfehlung: ab 4 gemeinsam als Gruppe buchende Teilnehmer. Nach Absprache 1 oder 2 Tourenbetreuer (bei 2 Tourenbetreuern u.a. gelegentliches Teilen der Gruppe möglich).

Mit solchen anspruchsvollen Trekkings fing bei uns 1987 alles an, weshalb wir trotz gesunkener Nachfrage diese Art von Wildnistouren gern weiterführen. Bis 2012 haben wir diese Tour als regulären Termin für Einbucher angeboten. Da solche anspruchsvollen Trekkings wegen der geringen Nachfrage (der Trend geht zu mehr Komfort, Dusche, leichtem Gepäck) kaum noch angeboten werden,  wurde diese Tour als einziges derartiges Angebot von zu unterschiedlichen Teilnehmern gebucht, was unterwegs zu Problemen aufgrund zu unterschiedlicher Erwartungen trotz klarer Ausschreibung führte. Daher führen wir diese Tour ab 2013 nur noch für sich geschlossen anmeldende Gruppen durch, mit denen die Details dann individuell abgesprochen werden.

Rufen Sie die Detailinformationen ab:

» Initiates file downloadDetail-Reisebeschreibung von 2012 als Beispiel (PDF-Dokument, ca. 500 kB).
» Einführende Hinweise zur benötigten Ausrüstung. Weitere Detailinfos hierzu in den Reiseunterlagen des Veranstalters, die nach Buchung vor der Reise zugeschickt werden.
» Reisebedingungen des Veranstalters Spitsbergen Tours (PDF-Dokument)
» Campingplatz Longyearbyen (Anfang und Ende der Reise, andere Quartiere in Longyearbyen alternativ teils möglich, siehe hierzu » Übernachtung Longyearbyen)
» Anmeldeformular
mit Buchungsbedingungen terra polaris (PDF-Dokument)

 

Wichtig:
Nehmen Sie bitte nach Lektüre der Informationen vor einer Buchung telefonisch oder per e-mail Kontakt mit uns auf (siehe links im Menü: Kontakt) - wir legen großen Wert auf sorgfältige Beratung vor einer Buchung.


Letzte Änderung: 04.06.2013