Dimensionen der Arktis

In der Erdgeschichte ist die Arktis ein eher untypischer Naturraum: Über Milliarden von Jahren war das Erdklima zu warm für die Existenz ausgedehnterer Regionen, die der heutigen Arktis klimatisch und ökologisch entsprechen. Selbst in der erdgeschichtlichen Gegenwart, dem Quartär, schwankt die Größe der Arktis enorm: Während der letzten Eiszeiten nahm sie große Teile der ganzen Nordhalbkugel ein - in Europa beispielsweise zeitweise bis hinab nach Spanien. Zur Zeit des Klimaoptimums nach der letzten Eiszeit bis vor etwa 5000 Jahren war sie deutlich kleiner als heute, wuchs dann wieder an und erreichte ihre jüngste maximale Ausdehnung während der Kleinen Eiszeit vor ca. 300-150 Jahren. Heute umfaßt die so definierte Arktis etwa 21 Millionen Quadratkilometer, ihre Mitte und weitaus größten Teil nimmt mit etwa 13 Millionen Quadratkilometern das Nordpolarmeer oder Nördliche Eismeer ein, das von den zur Arktis gerechneten Landmassen (einschließlich Inseln) der umgebenden Kontinente Eurasien und Amerika, sowie des eine Art Minikontinent bildenden Grönland umgeben ist, die zusammen etwa 8 Millionen Quadratkilometer umfassen (entspricht etwa der Fläche Australiens). Mit Voranschreiten der aktuellen Klimaerwärmung nimmt die Fläche der Arktis langsam wieder ab.


Letzte Änderung: 01.04.2010